Wer mit der U6 die Station Nußdorfer Straße passiert hat genau eine Sekunde Zeit, einen Blick auf den letzten Wiener Biedermeier-Friedhof zu werfen. Von hohen Mauern umgeben ist dieser vergessene Ort von außen kaum einsehbar und nur an wenigen Tagen im Jahr zum Besuch geöffnet.
Unser professioneller Fremdenführer erklärt anhand der kleinen Ausstellung im Friedhofsgebäude jüdische Bestattungsrituale. Beim Rundgang erfahren wir alles über die abenteuerliche Geschichte des Friedhofs seit seiner Gründung 1784, sein Schicksal in der NS-Zeit, seine wichtigsten Gräber und warum 2019 sogar das Bundesheer hinbeordert werden musste.
Dauer der Führung 90 Minuten, die Kosten von € 150,- werden auf alle TeilnehmerInnen aufgeteilt, bei weniger als 15 Personen behalte ich mir die zeitgerechte Absage vor. Bitte sich nur anzumelden wenn ehrliche Absicht an der Teilnahme besteht.
Wegen des teilweise schlechten Zustandes der Gräber ist der Eintritt nur nach Unterschreiben eines Haftungsausschlusses möglich. Festes Schuhwerk ist erforderlich.
Eine WC-Anlage ist vorhanden.
Bei guten Lichtverhältnissen kommen besonders Fotografen auf ihre Rechnung.